Echnaton

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echnatonDie Lautsprecherbox Echnaton basiert auf den physikalischen Grundsetzen von Fourier. Diese Erkenntnisse erklären z.B. die Zusammensetzung von Tönen, sprich von komplexen Musiksignalen. Eine wichtige Erkenntnis ist dabei, dass sich ein Ton aus einer Grundschwingung und einer unendlichen Reihung von Obertönen zusammen setzt. Wobei die Betonung auf unendlich liegt! Will man diese Gesetzmäßigkeit in die Entwicklung einer Lautsprecherbox einfließen lassen, muss man in Betracht ziehen, dass Wiedergabespektrum möglichst weit in die vom menschlichen Ohr nicht direkt wahrzunehmenden Bereiche auszudehnen.
Bei der Entwicklung von Lautsprechern, speziell der Echnaton, musste ich den Bassbereich so auslegen, dass eine impulsschnelle, bis in den Subbassbereich hinunterreichende Basswiedergabe ermöglicht wird. Also kam nur ein mindestens ausreichendes Gehäusevolumen mit einer möglichst asymmetrischen Form in Frage. Damit die Box selbst von Kunden mit normal großen Räumen akzeptiert werden kann, entschied ich mich für die Pyramidenform. Sie bringt ein taugliches Volumen mit, wirkt aber auf Grund der Verjüngung des Gehäuses nach oben nicht so wuchtig wie eine Rechteckkiste. Zur Bedämpfung der Eigenresonanz des Basslautsprechers entschied ich mich für eine Bassreflex-Ausführung, da dabei die Impulsschnelligkeit des Basslautsprechers nicht so beeinträchtigt wird, wie dies bei anderen Lösungen geschieht. Um das Wiedergabespektrum nach oben weiterzuführen, entschied ich mich für einen Dreiwege-Lautsprecher. Also musste ein sehr breitbandig einzusetzender Mitteltonlautsprecher eingesetzt werden. Das Tonspektrum wird nach oben mit einem Hochtonlautsprecher, der weit in den „unhörbaren“ Bereich abstrahlt, vollendet.
Bei der Abstrahlcharakteristik kommt einem die Pyramidenform sehr entgegen, da man bei allen Lautsprechern mit keinen allzu störenden Gehäuseüberhängen zu kämpfen hat. Bis heute gibt es keine Lautsprecher für Bass- oder Mitteltonbereich, die den damals ausgewählten Goerlich-Podszus-Chassis ebenbürtig wären. Sie zeichnen sich durch eine äußerst geringe bewegte Masse aus, wobei der größter Anteil in den Antrieb (Schwingspule) investiert wird. Wegen eines Membranmaterials aus Schaum sind bei diesen Chassis die 10 000 pFPartialschwingungen zu vernachlässigen. Wie sich bei der Entwicklung der Echnaton herauskristallisierte, kann man die Goerlich-Podszus-Chassis nicht mit ein Frequenzweiche im sonst üblichen Aufbau betreiben. Also musste ich halt eine angepasste Weichen-Technologie entwickeln. Da die Goerlich-Lautsprecher eine sehr geringe bewegte Masse aufweisen, kommt für den Hochtonbereich, nur ein noch Masse ärmeres Chassis in Frage. So werden bis heute nur Bändchenlautsprecher eingesetzt.

Echnaton:

Pyramiden förmiges Gehäuse

Wand stärke 40 mm

Aufbau: Resonanz optimiert

Induktivitäten: an der Grenze des technisch Machbaren

Kapazitäten: an der Grenze des technisch Machbaren

Reale Widerstände: ohne Blindanteile

Bedämpfung: Multi Sandwich

Basslautsprecher: 245 mm Goerlich-Podszus

Mitteltöner: 130 mm Goerlich-Podszus

Hochtöner: Bändchenlautsprecher

Innenverkabelung: Breitbandiges Kabel ohne Verluste

Signaleingang: Lemo oder Mundorf

Aufstellung auf akustischen Dioden

Gewicht: ca. 90 Kilogramm

Abmaße: ca. 1200 mm x 550 mm / 180 mm x 550 mm

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